DNA-Entnahme im Strafverfahren: Voraussetzungen, Rechte und Handlungsmöglichkeiten

Ein Brief von der Polizei, eine Vorladung zur DNA-Entnahme oder die Ankündigung, dass Ihr genetisches Profil künftig in einer Datenbank gespeichert werden soll – für die meisten Betroffenen kommt das überraschend. Was darf ich ablehnen? Wann bin ich tatsächlich zur Mitwirkung verpflichtet? Und wer ordnet so etwas überhaupt an?

Diese Fragen stellen sich viele, die erstmals mit einer DNA-Entnahme konfrontiert werden. Die Rechtslage ist gesetzlich geregelt, im Einzelfall aber oft komplex. Als eine auf das Strafrecht spezialisierte Kanzlei mit mehreren Fachanwälten helfen wir Ihnen, Ihre Rechte zu verstehen und unzulässige Maßnahmen gezielt abzuwehren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtsgrundlage – DNA-Entnahmen sind nur nach §§ 81a, 81e, 81f oder 81g StPO zulässig und benötigen grundsätzlich eine richterliche Anordnung.
  • Keine Mitwirkungspflicht ohne Anordnung – Eine bloße polizeiliche Bitte zur DNA-Abgabe begründet grundsätzlich keine Mitwirkungspflicht. Liegt jedoch eine wirksame hoheitliche Anordnung vor, kann die Entnahme unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch gegen den Willen der betroffenen Person durchgesetzt werden. Wer anordnen darf, hängt von der Rechtsgrundlage und davon ab, ob Gefahr im Verzug besteht.
  • Vorsorgliche Speicherung nur bei erheblichem Anlass – Ein DNA-Profil darf nach § 81g StPO für künftige Strafverfahren nur gespeichert werden, wenn der Beschuldigte einer Straftat von erheblicher Bedeutung, einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder wiederholt begangener sonstiger Straftaten von entsprechendem Gewicht verdächtig ist.
  • Rechtsmittel und Löschung – Gegen eine richterliche Anordnung nach § 81g StPO ist grundsätzlich die Beschwerde nach § 304 StPO möglich; die Anordnung einer DNA-Reihenuntersuchung nach § 81h StPO ist dagegen gesetzlich nicht anfechtbar. Ob und in welcher Form ein DNA-Profil aus der DNA-Analyse-Datei berichtigt oder gelöscht werden kann, hängt insbesondere von der ursprünglichen Rechtmäßigkeit und der fortbestehenden Erforderlichkeit der Speicherung ab.
  • Anwaltliche Prüfung vor Einwilligung – Vor jeder Einwilligung sollte die Rechtmäßigkeit der Anordnung im Einzelfall geprüft werden, um die eigenen Verfahrensrechte zu sichern.

Worum es bei einer DNA-Entnahme geht

Ermittlungsbehörden entnehmen Körperzellen, um daraus ein sogenanntes molekulargenetisches Profil zu erstellen. In der Praxis geschieht das meistens über einen Wangenschleimhautabstrich, seltener über eine Blutprobe. Das resultierende Profil, auch genetischer Fingerabdruck genannt, dient dem Abgleich mit Tatortspuren oder anderen bereits gespeicherten Datensätzen. Für Betroffene ist die Situation belastend: Sie wissen selten, ob sie die Entnahme verweigern dürfen oder ob sie einer Pflicht unterliegen.

Wie weitreichend dieses Instrument mittlerweile genutzt wird, zeigen die Größenordnungen: Das Bundeskriminalamt führt die DNA-Analyse-Datei (DAD), in der nach BKA-Angaben mehrere hunderttausend Personenprofile und Tatortspuren gespeichert sind. Diese Größenordnung macht deutlich, warum jeder Betroffene seine Rechte kennen sollte.

Eines vorweg: Eine DNA-Entnahme ist kein Routinevorgang. Sie braucht eine konkrete gesetzliche Grundlage, sie muss verhältnismäßig sein und sie erfordert in aller Regel eine richterliche Anordnung.

Welche Rechtsgrundlagen die StPO vorsieht

Die Strafprozessordnung unterscheidet zwei grundlegend verschiedene Szenarien. Soll eine bestimmte Tat aufgeklärt werden? Oder soll das Profil dauerhaft für zukünftige Ermittlungen vorgehalten werden? Die Antwort auf diese Frage bestimmt, welche Paragraphen greifen und welche Hürden die Behörden nehmen müssen. Betroffene sollten deshalb genau hinschauen, auf welche Norm sich die Anordnung stützt.

Probenentnahme zur Aufklärung einer konkreten Tat (§§ 81a, 81e, 81f StPO)

Liegt ein konkretes Ermittlungsverfahren vor, erlaubt § 81a StPO die Entnahme von Körperzellen beim Beschuldigten. Voraussetzung dafür: Es besteht ein Tatverdacht und die Maßnahme dient unmittelbar der Sachverhaltsaufklärung. Die anschließende molekulargenetische Untersuchung regelt § 81e StPO, die richterliche Anordnung ist in § 81f StPO normiert.

Was darf aus der Probe herausgelesen werden? Aus der Probe dürfen nur gesetzlich zugelassene Feststellungen gewonnen werden. Im Vordergrund stehen das DNA-Identifizierungsmuster und der Abgleich mit Spuren. Gesundheitsdaten, Persönlichkeitsmerkmale oder sonstige nicht erlaubte genetische Informationen dürfen nicht erhoben werden. Je nach Rechtsgrundlage können außerdem Feststellungen zu Abstammung und Geschlecht zulässig sein, soweit sie zur Sachverhaltserforschung erforderlich sind. Bei unbekanntem Spurenmaterial dürfen zusätzlich äußerliche Merkmale wie Haar-, Augen- und Hautfarbe sowie das ungefähre Alter bestimmt werden. In der Fachwelt bleibt diese seit 2019 zulässige Erweiterung umstritten, weil sie das Spektrum zulässiger Auswertungen erheblich erweitert.

Vorsorgliche Speicherung für künftige Strafverfahren (§ 81g StPO)

Hier liegt der Zweck anders. Es geht nicht um eine laufende Ermittlung, sondern darum, das DNA-Profil langfristig in der Datenbank vorzuhalten. Die Anforderungen sind strenger als bei der anlassbezogenen Entnahme. Voraussetzung ist insbesondere, dass der Beschuldigte einer Straftat von erheblicher Bedeutung, einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder wiederholt begangener sonstiger Straftaten von entsprechendem Gewicht verdächtig ist. Zusätzlich verlangt das Gesetz eine tragfähige Prognose: Es muss einzelfallbezogen begründet werden, dass künftig Strafverfahren wegen vergleichbarer erheblicher Straftaten zu erwarten sind.

Pauschale Begründungen genügen dafür nicht. Eine bloße pauschale Bezugnahme auf die Schwere der Anlasstat oder frühere Verurteilungen reichen nach der Rechtsprechung nicht aus; erforderlich ist eine auf ausreichender Sachaufklärung beruhende, einzelfallbezogene Prognose. Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung vom August 2025 einer Verfassungsbeschwerde stattgegeben, weil die zugrundeliegende Anordnung die individuelle Würdigung vermissen ließ – ein deutliches Signal an die Instanzgerichte, diese Prognose nicht zur Formalie verkommen zu lassen.

Sie haben eine Vorladung zur DNA-Entnahme erhalten? Lassen Sie vor Einwilligung prüfen, ob die Maßnahme rechtmäßig ist – gerade bei Anordnungen nach § 81g StPO kommt es auf die Begründung im Einzelfall an.

Anordnungskompetenz: Richter, Staatsanwaltschaft oder Polizei?

Im Regelfall liegt die Zuständigkeit beim Ermittlungsrichter. Bei der Aufklärung einer konkreten Tat ist zwischen der Entnahme der Körperzellen nach § 81a StPO und der molekulargenetischen Untersuchung nach §§ 81e, 81f StPO zu unterscheiden. Für beide Maßnahmen bestehen unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen Eilkompetenzen der Staatsanwaltschaft und ihren Ermittlungspersonen. Bei § 81g StPO darf dagegen nur die Entnahme bei Gefahr im Verzug entsprechend angeordnet werden; die molekulargenetische Untersuchung für künftige Strafverfahren unterliegt ohne Einwilligung dem Richtervorbehalt.

Für eine DNA-Reihenuntersuchung nach § 81h StPO ist stets eine schriftliche und begründete gerichtliche Anordnung erforderlich; eine staatsanwaltschaftliche Eilkompetenz sieht die Vorschrift nicht vor. Bei Eilkompetenzen muss besonders genau geprüft werden, ob tatsächlich Gefahr im Verzug vorlag und die gesetzlichen Anforderungen eingehalten wurden. Fehler bei der Anordnung können die Maßnahme rechtswidrig machen und im Einzelfall auch die Verwertbarkeit beeinflussen.

Stimmt der Beschuldigte freiwillig zu, entfällt die Pflicht zur richterlichen Anordnung. Aber Vorsicht: Die Behörden bleiben trotzdem an ihre Belehrungspflicht gebunden. Welche Belehrungen vor der Einwilligung erforderlich sind, hängt von der konkreten DNA-Maßnahme ab. Fehlen gesetzlich vorgeschriebene Hinweise, kann die Wirksamkeit der Einwilligung infrage stehen. In der Praxis kommt es erstaunlich häufig vor, dass die Belehrung lückenhaft ausfällt oder unter Zeitdruck abgehakt wird.

Was Betroffene tun können

Niemand steht einer DNA-Entnahme wehrlos gegenüber. Das Strafverfahrensrecht stellt konkrete Instrumente bereit, um sich gegen rechtswidrige Anordnungen zur Wehr zu setzen. Allerdings müssen diese Instrumente auch rechtzeitig genutzt werden.

Einwilligung und deren Grenzen

Ob eine Einwilligung wirksam ist, hängt entscheidend von der zuvor erfolgten Belehrung ab. Welche Hinweise erforderlich sind, unterscheidet sich je nach DNA-Maßnahme: Nach § 81f StPO muss die einwilligende Person insbesondere über den Zweck der Datenerhebung und -verwendung informiert werden.

Bei einer DNA-Reihenuntersuchung schreibt § 81h StPO darüber hinaus detaillierte schriftliche Hinweise vor – unter anderem zur Freiwilligkeit, zur Verwendung und Vernichtung der Körperzellen, zum Abgleich sowie dazu, dass die festgestellten DNA-Identifizierungsmuster nicht zur Identitätsfeststellung in künftigen Strafverfahren beim BKA gespeichert werden. Fehlt eine gesetzlich erforderliche Belehrung, steht die Wirksamkeit der Einwilligung infrage; das gewonnene Beweismittel wäre dann unter Umständen nicht verwertbar.

Ein Punkt, der in der Praxis häufig übersehen wird: Eine Einwilligung kann vor Durchführung der Untersuchung rechtlich besonders bedeutsam sein und lässt sich bis zu diesem Zeitpunkt widerrufen. Ist die Untersuchung bereits erfolgt, lässt sie sich faktisch nicht rückgängig machen.

Trotzdem können Speicherung, weitere Verwendung und Löschung des DNA-Profils weiterhin überprüft werden. Eine Einwilligung ersetzt zudem nicht automatisch die materiellen Voraussetzungen: Gerade bei § 81g StPO bleibt entscheidend, ob die gesetzlichen Anforderungen überhaupt vorliegen. Die Empfehlung lautet deshalb, vor jeder Erklärung anwaltlichen Rat einzuholen.

Rechtsmittel gegen die Anordnung

Gegen eine richterliche Anordnung nach § 81g StPO steht grundsätzlich die Beschwerde nach § 304 StPO offen. Bei einer staatsanwaltschaftlichen Eilanordnung besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung zu stellen. Für andere DNA-Maßnahmen gelten teilweise besondere Regelungen: Die gerichtliche Anordnung einer DNA-Reihenuntersuchung nach § 81h StPO ist gesetzlich nicht anfechtbar. In besonders gravierenden Konstellationen, etwa bei einer offenkundigen Verletzung von Grundrechten, kommt zusätzlich eine Verfassungsbeschwerde in Betracht.

Ob solche Rechtsmittel Erfolg haben, hängt vom Einzelfall ab. Fehlerhafte Begründungen, Zuständigkeitsüberschreitungen oder mangelhafte Belehrungen liefern allerdings regelmäßig solide Ansatzpunkte für eine wirksame Verteidigung.

Reihenuntersuchung nach § 81h StPO: Besonderheiten beim Massengentest

Von der individuellen DNA-Entnahme grundlegend zu unterscheiden ist die Reihenuntersuchung nach § 81h StPO. Sie wird eingesetzt, wenn bei der Aufklärung schwerer Verbrechen eine größere Gruppe von Personen untersucht werden soll, die selbst nicht unter Verdacht stehen. Typische Anwendungsfälle sind Delikte gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung. In der Vergangenheit haben solche Reihenuntersuchungen in aufsehenerregenden Mordfällen zur Überführung des Täters geführt.

Freiwilligkeit ist dabei ausdrückliche Voraussetzung. Niemand ist verpflichtet, an einem Massengentest teilzunehmen. Die Verweigerung der Teilnahme begründet für sich genommen keine Pflichtverletzung und rechtfertigt keinen eigenständigen Tatverdacht. In der Praxis kann sie dennoch zu Rückfragen führen, weshalb Betroffene vor einer Entscheidung anwaltlichen Rat einholen sollten. Darüber hinaus gelten strikte Rahmenbedingungen:

  • Der Personenkreis, der zur Teilnahme aufgefordert wird, muss in einem angemessenen Verhältnis zur Schwere der Tat stehen.
  • Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit sind wegen des Umfangs der Maßnahme besonders streng zu prüfen; dabei ist auch zu berücksichtigen, ob erfolgversprechende, weniger weitreichende Ermittlungsmaßnahmen zur Verfügung stehen.
  • Die Reihenuntersuchung setzt eine schriftliche und begründete richterliche Anordnung voraus; eine staatsanwaltschaftliche Eilkompetenz ist nicht vorgesehen.

Verbreitete Irrtümer zur DNA-Entnahme

Rund um das Thema existieren hartnäckige Missverständnisse. Drei davon begegnen uns in der anwaltlichen Praxis besonders häufig:

  • Irrtum 1: „Einer polizeilichen Aufforderung zur DNA-Abgabe bin ich verpflichtet zu folgen.“ Stimmt nicht. Eine bloße polizeiliche Bitte zur DNA-Abgabe begründet grundsätzlich keine Mitwirkungspflicht. Liegt jedoch eine wirksame hoheitliche Anordnung vor, kann die Entnahme unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch gegen den Willen der betroffenen Person durchgeführt werden.
  • Irrtum 2: „Einmal gespeichert, bleibt mein Profil für immer in der Datenbank.“ Auch das ist falsch. DNA-Identifizierungsmuster dürfen nicht unbegrenzt ohne weitere Prüfung gespeichert werden. Zu prüfen ist insbesondere, ob die Speicherung ursprünglich rechtmäßig war und weiterhin für die gesetzlichen Zwecke erforderlich ist. Ein Freispruch, der weitere Verfahrensverlauf oder der Zeitablauf können dabei Bedeutung haben.
  • Irrtum 3: „DNA-Entnahmen sind in jedem Strafverfahren automatisch zulässig.“ Keineswegs. Jede Anordnung setzt eine passende Rechtsgrundlage und eine sorgfältige Verhältnismäßigkeitsprüfung voraus. Bei Maßnahmen gegen Beschuldigte müssen die jeweiligen gesetzlichen Verdachts- und Eingriffsvoraussetzungen erfüllt sein; bei Reihenuntersuchungen nach § 81h StPO gelten dagegen eigene Voraussetzungen. Fehlt eine Voraussetzung, ist die Maßnahme angreifbar.

Häufig gestellte Fragen zur DNA-Entnahme

Muss ich einer polizeilichen Aufforderung zur DNA-Abgabe folgen?

Nein. Eine bloße polizeiliche Bitte zur DNA-Abgabe begründet grundsätzlich keine Mitwirkungspflicht. Erst wenn eine wirksame hoheitliche Anordnung vorliegt, kann die Entnahme unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch gegen den Willen der betroffenen Person durchgeführt werden. Wer eine Vorladung zur DNA-Probe erhält, sollte vor jeder Erklärung prüfen lassen, ob eine tragfähige Rechtsgrundlage vorliegt.

Darf ich einen Wangenschleimhautabstrich verweigern?

Solange keine wirksame hoheitliche Anordnung und keine wirksame Einwilligung vorliegt, können Sie eine DNA-Abgabe verweigern. Ist eine tragfähige Anordnung nach §§ 81a, 81e, 81f oder 81g StPO ergangen, kann die Entnahme im gesetzlichen Rahmen zwangsweise durchgesetzt werden. Auch dann bleibt die konkrete Umsetzung an strenge Voraussetzungen gebunden.

Was gilt bei einer DNA-Entnahme ohne richterliche Anordnung?

Bei der Aufklärung einer konkreten Straftat ist zwischen der Entnahme von Körperzellen nach § 81a StPO und der molekulargenetischen Untersuchung nach §§ 81e, 81f StPO zu unterscheiden. Für beide Maßnahmen können unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen bei Gefahr im Verzug auch Staatsanwaltschaft oder Ermittlungspersonen anordnungsbefugt sein. Bei einer DNA-Identitätsfeststellung für künftige Strafverfahren nach § 81g StPO gilt dagegen: Die Entnahme der Körperzellen kann bei Gefahr im Verzug auch ohne vorherige richterliche Anordnung erfolgen; die anschließende molekulargenetische Untersuchung darf ohne Einwilligung jedoch nur das Gericht anordnen. Für DNA-Reihenuntersuchungen nach § 81h StPO sieht das Gesetz keine Eilkompetenz vor. Fehler bei der Anordnung können die Maßnahme rechtswidrig machen und im Einzelfall auch Auswirkungen auf die Verwertbarkeit haben.

Wann darf mein DNA-Profil für künftige Verfahren gespeichert werden?

Eine Speicherung nach § 81g StPO für künftige Strafverfahren kommt insbesondere in Betracht, wenn der Beschuldigte einer Straftat von erheblicher Bedeutung, einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder wiederholt begangener sonstiger Straftaten von entsprechendem Gewicht verdächtig ist. Zusätzlich ist eine einzelfallbezogene Prognose erforderlich, dass künftig Strafverfahren wegen vergleichbarer erheblicher Straftaten zu erwarten sind. Pauschale Verweise auf Vorstrafen oder die Schwere der Anlasstat genügen dafür nach der Rechtsprechung nicht.

Wie kann ich mein DNA-Profil löschen lassen?

DNA-Identifizierungsmuster dürfen nicht unbegrenzt ohne weitere Prüfung gespeichert werden. Nach dem BKAG bestehen Aussonderungsprüffristen und eine regelmäßige Erforderlichkeitsprüfung (§ 77 BKAG). Zu prüfen ist insbesondere, ob die Speicherung ursprünglich rechtmäßig war und weiterhin für die gesetzlichen Zwecke erforderlich ist. Ein Freispruch, der weitere Verfahrensverlauf oder der Zeitablauf können dabei von Bedeutung sein. Welche Behörde für eine Berichtigung oder Löschung zuständig ist, hängt insbesondere davon ab, welche Stelle den Datensatz in die DNA-Analyse-Datei eingestellt hat (vgl. § 29 Abs. 5 BKAG). Anwaltliche Unterstützung hilft dabei, die zuständige Stelle zu identifizieren und die richtigen Argumente vorzubringen.

Was kann ich gegen eine Anordnung nach § 81g StPO tun?

Gegen eine richterliche Anordnung nach § 81g StPO steht die Beschwerde nach § 304 StPO offen. Wenn Sie Widerspruch gegen eine DNA-Entnahme einlegen wollen, ist die anwaltliche Vertretung durch einen im Strafrecht spezialisierten Anwalt sinnvoll: Er prüft die Begründung der Anordnung, die Zuständigkeit und die einzelfallbezogene Prognose. In besonders gravierenden Fällen kommt zusätzlich eine Verfassungsbeschwerde in Betracht.

Brauche ich für eine DNA-Entnahme einen Anwalt?

Rechtlich verpflichtend ist die Hinzuziehung eines Anwalts nicht. Praktisch ist sie jedoch dringend zu empfehlen, sobald eine DNA-Entnahme im Raum steht – sei es als Beschuldigter, im Rahmen einer Reihenuntersuchung oder bei einer geplanten Speicherung nach § 81g StPO. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft die Rechtmäßigkeit der Maßnahme, sichert Verfahrensrechte und leitet bei Bedarf Rechtsmittel ein.

Wie anwaltliche Unterstützung bei der DNA-Entnahme aussieht

Auf den ersten Blick wirkt eine DNA-Entnahme wie ein formaler Akt. Rechtlich hat sie deutlich größeres Gewicht. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft, ob die Anordnung den gesetzlichen Vorgaben standhält, ob die Zuständigkeit eingehalten wurde und ob eine etwaige Einwilligung tatsächlich wirksam zustande kam. Bei einer Anordnung nach § 81g StPO steht zudem die Frage im Raum, ob die Prognoseentscheidung einer kritischen Überprüfung standhält. Zeigt sich dort eine Schwachstelle, werden gezielt Rechtsmittel eingeleitet.

Auch nach Abschluss eines Verfahrens gibt es Handlungsmöglichkeiten. Die Berichtigung oder Löschung eines zu Unrecht gespeicherten DNA-Profils aus der DNA-Analyse-Datei lässt sich anwaltlich vorbereiten. Wenn Sie eine Vorladung zur DNA-Entnahme erhalten haben oder Ihr DNA-Profil für künftige Verfahren gespeichert werden soll, sollten Sie nicht vorschnell einwilligen. Unsere Strafverteidiger prüfen die Anordnung, klären Ihre Rechte und gehen bei Bedarf gegen die Maßnahme vor – vom ersten Kontakt an bis zur Löschung eines rechtswidrig gespeicherten DNA-Profils.




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Bei einem sehr undankbaren Ermittlungsverfahren konnten mir Herr Rechtsanwalt Klein und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr helfen. Wir konnten ein herausragendes Ergebnis zu meinen Gunsten erreichen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken und kann die Kanzlei sehr empfehlen!

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Ein sehr kompetenter Anwalt der nicht nur mit geballtem Fachwissen glänzt, sondern auch durch seine Empathie. Ich habe mich von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt und würde Herrn Klein jedem weiterempfehlen!
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Frau E.B.

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Vielen Dank!

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Sehr kompetent

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Herr A.F.

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Einfach top!!!

Wurde von Herrn Klefenz vor Gericht sehr gut vertreten. Bis jetzt noch keinen besseren Anwalt gehabt.

Herr B.V.

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Super Anwalt !!! Kann ich nur weiter empfehlen

"Herr Klefenz , ist ein spitzen Anwalt Sehr vertrauenswürdig und kompetent ! Und was mir am meisten gefällt ist das der jeder Zeit erreichbar ist ! Und immer ein Ohr hat. Freispruch in einem Riesen Verfahren war drin !!"

Herr L.J.

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C. C.
Polizeibeamter

Herr Klein ist ein Strafverteidiger mit sehr viel Sachverstand, Klarheit und Empathie. Auf Augenhöhe nimmt er sich die Zeit für einen und schätzt die notwendigen Schritte sehr gut ein - in ausführlichen Gesprächen erklärte er alle notwendigen Maßnahmen und die jeweilige Strategie. Denn in einem sehr komplexen, außergewöhnlichen und langwierigen Ermittlungsverfahren hat Herr Klein es geschafft, dass das Verfahren gegen mich eingestellt wurde. Ich kann Herrn Klein und die Kanzlei wirklich nur jedem empfehlen. Ein großes Dankeschön für Ihre tolle Arbeit!

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Top-Anwalt, kompetent und zuverlässig
Lehrer

Herr Klein hat mir in einer Rechtsangelegenheit sehr geholfen. Seine Arbeit war zu jeder Zeit zuverlässig und durch sehr gute fachliche Kompetenz gekennzeichnet. Ich würde Ihn jederzeit wieder als Anwalt nehmen.

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J. S.

Ich habe mich sehr gut durch Herrn Rechtsanwalt Maximilian Klefenz vertreten gefühlt. In der ersten Instanz wurde ich von einem anderen Anwalt vertreten und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Im Berufungsverfahren habe ich Herrn Rechtsanwalt Klefenz beauftragt und ich wurde nach 14 Verhandlungstagen In allen Anklagepunkten freigesprochen. Er ist ein sehr engagierter Rechtsanwalt, dem es gelungen ist, der Polizei und den Justizbehörden in einem sehr umfangreichen Verfahren Fehler nachzuweisen und mich so vor dem Gefängnis bewahrt hat. Ein wirklich guter und kompetenter Rechtsanwalt den ich zu 100% weiterempfehlen kann.

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S. F.
Jurist, Köln

Herr Klein hat mir in einer unangenehmen Situation mit seiner fachlichen Expertise sehr geholfen und stand mir vom Beginn des Ermittlungsverfahrens bis zur Hauptverhandlung bei.
In der Hauptverhandlung hat er für mich mit einem Freispruch ein sehr erleichterndes Ergebnis erreicht. Herr Klein war dabei sehr aufmerksam und wusste sich gekonnt für mich einzusetzen.
Nach entsprechender Bitte, hat sich Herr Klein zudem auch die Zeit genommen, neue Erkenntnisse im Verfahren mit mir zu besprechen. Dies hatte mir persönlich zunächst gefehlt, dann aber sehr weitergeholfen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für Ihren Einsatz!

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P. P.
Angestellter

Ich kann Herrn Klein guten Gewissens ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellen.
Als Opfer schwerwiegender falscher Beschuldigungen ist man natürlich in einer sehr komplizierten Situation. Herr Klein legt großen Wert darauf, dass diese ernst genommen werden.
Er hält sich bewusst mit geschönten Prognosen zurück und gibt eine nüchterne Einschätzung zur Situation ab. Man sollte also nicht erwarten, dass Herr Klein einem Honig um den Mund schmiert.
Dafür bekommt man einen hoch professionellen Verteidiger, der weiß, wie man zwischen den Zeilen liest und Aussagen mit dem nötigen Fachwissen untermauert.
In meinem Fall wurden die Anschuldigungen im Keim erstickt und eine rasche Verfahrenseinstellung herbeigeführt.

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Empfehlung!
Jurist, Köln

Herr Klein hat mir in einer unangenehmen Situation mit seiner fachlichen Expertise sehr geholfen und stand mir vom Beginn des Ermittlungsverfahrens bis zur Hauptverhandlung bei.

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Nach entsprechender Bitte, hat sich Herr Klein zudem auch die Zeit genommen, neue Erkenntnisse im Verfahren mit mir zu besprechen. Dies hatte mir persönlich zunächst gefehlt, dann aber sehr weitergeholfen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank für Ihren Einsatz!

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Ausgezeichnete professionelle Arbeit
Arzt, Köln

Ausgezeichnete, gründliche, seriöse Arbeit! Sehr stark zu empfehlen!
Strafrecht/Medizinrecht, P.K.

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Ein Strafverteidiger wie man ihn sich wünscht!
Psychotherapeut, Köln

Herr Klein hat mich in einer äußerst unangenehmen Strafsache vertreten - mit Fachkenntnis, Professionalität und vor allem: mit Erfolg!
Dr. M.

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M. O.

Mit der Kanzlei habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich befand mich plötzlich in einer brenzligen Situation, in der ich rechtlichen Beistand brauchte. Herr Klein betreute mich in dem Verfahren. Ich nahm ihn durchweg als sehr erfahrenen und kompetenten, ehrlichen und zuverlässigen Anwalt wahr. Er konnte in dem Verfahren das von mir gewünschte Ergebnis erreichen. Besten Dank dafür und natürlich eine klare Weiterempfehlung meinerseits.

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M. M.

Herr Klein hat mich in einer sehr schwierigen Situation vertreten. Ich wurde der Vergewaltigung zu Unrecht beschuldigt. Herr Klein war immer zu erreichen und hat mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben. Herr Klein konnte das Verfahren zur Einstellung bringen. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Herr Klein ist sehr kompetent. Es war eine sehr schwere und harte Zeit. Vielen Dank!

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